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Porto Santo
„... denn bevor sie die Küste Afrikas erreichten, wurden sie von einem enormen Unwetter erfaßt, dessen widrige Winde solche Kraft hatten, daß sie die Hoffnung zu überleben verloren: Weil ihr Boot so klein und das Meer so wild war, daß es sie verschlang und den Mast nach seinem Willen lenkte. (....) Aber es entsprach Gottes Güte, daß der Sturm sich legte, und, obwohl die Winde sie von der vom Prinzen befohlenen Route abgebracht hatten, brachten diese (die Winde) sie nicht um ihr glückliches Schicksal: Sie entdeckten die Insel, die wir heute Porto Santo nennen, der sie den Namen gaben, weil diese sie vor den Gefahren rettete, welche sie in den schicksalhaften Tagen durchlebten....“
João Barros, 16. Jh.
In kurzer Entfernung von der Insel Madeira befindet sich Porto Santo, eine paradiesische Insel, mit ca. 9 km langem goldenen Sandstrand. Die Insel bildet einen Bezirk mit nur einer Gemeinde, Vila Baleira, die 1835 Bezirksstatus und 1996 den Stadtstatus erhielt.
Sehenswürdigkeiten
• Das Haus von Christoph Kolumbus ist ein Museum, das sich neben der Kirche am Pelourinho (Pranger)- Platz befindet. Man sagt, das Gebäude in dem sich heute das Museum befindet, sei das Wohnhaus des Seefahrers aus Genua gewesen.
• Die Aussichtspunkte Porto Santos sind lohnende Stops, denn sie zeigen eindrucksvoll die Landschaft der Insel, die geologischen Formationen und die vorherrschende Vegetation.
Nennenswert sind der Aussichtspunkt von Portela, von dem man die Windmühlen betrachten kann, die einstmals zum Mahlen von Weizen und anderen Kornsorten verwendet wurden, der Aussichtspunkt Pico das Flores, von dem man Madeira und die Desertas-Inseln betrachten kann, und der Aussichtspunkt Pico do Castelo auf einer Höhe von fast 430 Metern, geschützt von einer Festung, in der die Bevölkerung während der Angriffe von Piraten uns Korsaren Schutz suchte.
Kulturerbe
Die Kirche von Porto Santo, die seit Anfang des 17. Jh. grundlegend verändert wurde.
Die Festung „forte do São José“ bewahrt noch eine Linie von acht Eisenkanonen, die früher zur Verteidigung der Insel dienten. Im 20. Jh. ging die Festung in privaten Besitz über.
Kunsthandwerk
Porto Santo bietet seinem Besucher eine Vielzahl an Handwerksarbeiten, welche die Kultur und Tradition der Insel fortbestehen lassen. Nennenswert sind die Flechtwerke aus Palmzweigen, aus denen unterschiedliche Objekte wie Hüte, Geldbörsen, Gürtel oder Verkleidungen für Gläser und Flaschen hergestellt werden, Korbwaren aus Schilfrohr, Töpferwaren, z.B. Blumentöpfe oder Krippenfiguren, die Reproduktionen landwirtschaftlicher Geräte aus Holz, Holzminiaturen von Weinpressen oder Ochsenwagen oder Handwerksarbeiten, die Muscheln und Schneckenhäuser als dekoratives Material zur Erstellung von Lampen, Bilderrahmen etc. benutzen.
Natur und Aktivitäten
Wassersport, Golf und Wanderungen sind Beispiele für das heutzutage reichhaltige Angebot an sportlichen Aktivitäten. Bei den Wanderungen kann man die weniger zugänglichen Teile der Insel sowie die kleinen Anhöhen erkunden. Nennenswert sind der Weg vom Pico Grande zu Terra Chã, von Moledo zum Pico do Castelo, und die „Fonte de Areia“ Wanderung.
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