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Machico
„Diesse Stadt Machico (Haupt und Sitz dieses ersten Kapitän Tristan) liegt, obwohl sie klein ist und nur wenige Nachbarn hat, gut situiert, heiter, mit vielen Gemüse- und Obstgärten, inmitten einer so frischen wie großartigen Flußaue.“
Jerónimo Dias Leite, 16. Jh.
Der Bezirk Machico gilt als sehr wichtig in der historischen Entwicklung Madeiras, denn im 15. Jh. gingen João Gonçalves Zarco und Tristão Vaz hier, am Strand von Machico zum ersten Mal an Land.
Überdies gibt es noch die Legende von Machim, nach welcher der Engländer Robert Machim und seine Geliebte Ana d´Arfet wegen einer sturmbedingten Kursänderung an der Stelle des heutigen Machico ankamen, wo sie später auch starben. Das Kuriose dieser Geschichte liegt in der Tatsache, daß die Liebenden Madeira als erste betreten hätten und daß die Entdeckung ihrer Gräber durch die portugiesischen Seefahrer den Ursprung des Namens der Stadt darstellen würde, der sich der Legende nach ableitet vom Namen Machim.
Der Amtsbezirk Machico hat gegenwärtig fünf Gemeinden, Porto da Cruz, Caniçal, Machico (Bezirkssitz), Santo da Serra und Água de Pena.
Sehenswürdigkeiten
Das Walmuseum in Caniçal erklärt die Geschichte des Walfangs auf Madeira, der 1940 begann und 1986 beendet wurde. Der Walfang spielte eine bedeutende Rolle in der Region und führte zur Errichtung einer Fabrik, die Nebenprodukte erzeugte. Das Museum stellt all diese Entwicklungen in Fotos, Handwerkserzeugnissen und Miniaturmodellen der Boote und der Fabrik dar.
Der Aussichtspunkt Pico do Facho bietet einen fantastischen Ausblick über die Bucht von Machico. Nach Erzählungen kommt der Name dieses Berges von der Tatsache, daß hier zur Warnung der Bevölkerung vor Piratenangriffen Fackeln (Fachos) angezündet wurden.
Kulturerbe
Die Kirche von Machico befindet sich auf einem Platz vor dem Rathaus. Ihre Erbauung wurde beauftragt von der Familie der „Donatar-Kapitäne“. Das Erbauungsdatum liegt im 15. und Anfang des 16. Jh.. Die Kirche hat auch heute noch ihre ursprünglichen Charakteristiken der ausklingenden Gotik und des manuelinischen Stils. Im Inneren der Kirche befinden sich schöne Altäre mit vergoldeten Holzschnitzereien.
Die Festung von São João Baptista nahe der Ufermauer von Machico, liegt strategisch günstig hoch auf einem Felsen. Sie wurde erbaut unter Befehl des Gouverneurs von Madeira, Kapitän General Duarte Sodré Pereira, im Jahr 1708. Die Festung nennt sich auch „Forte do Desembarcadouro“ (Festung der Abreise), weil hier in der Nähe die Entdecker der Insel in See stachen.
In der Festung befindet sich eine neogotische Kapelle, die dem Heiligen gewidmet ist, welcher der Festung ihren Namen gibt.
In den letzten Zeiten diente die Festung als Krankenhaus und später als Ferienkolonie für Kinder des Klosters Santa Clara in Funchal.
Die Kapelle „capela da Piedade“ in Caniçal verdient es, wegen ihrer Lage auf dem Gipfel eines kleinen Hügels, erwähnt zu werden. Ihr genaues Erbauungsdatum ist unbekannt, aber man nimmt an, daß sie aus dem 17. Jh. stammt. Am dritten Sonntag im September feiert man hier das Fest der „Nossa Senhora da Piedade“, wobei das Marienbild in einer Meeresprozession von Booten bis zum Fuße des Hügels und von dort zu Fuß bis zur Kapelle transportiert wird.
Natur und Aktivitäten
Für Naturliebhaber gibt es mehrere Wanderwege, z.B. die Levada da Portela und die Levada do Castelejo in Porto da Cruz oder die Levada do Caniçal und der Wanderweg an der Ponta do São Lorenço in Caniçal.
Außerdem ist der Aussichtspunkt von Portela wegen seiner beeindruckenden Ausblicke auf die atemberaubende, bezaubernde Landschaft oberhalb von Porto da Cruz zu empfehlen.
Innerhalb des Bezirks Machicos gibt es mehrere Badezonen, unter ihnen der Strand von Machico, der Strand „Prainha“ in Caniçal, die Schwimmbäder von Porto da Cruz und der Strand Praia da Lagoa in Porto da Cruz.






