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Curral da Freiras
Die versteckte Gemeinde
Stellen Sie sich einen sicheren Ort vor, zu dem sich nicht einmal die Seeräuber aus längst vergangenen Zeiten vorwagten. Diesen Ort gibt es wirklich. Er befindet sich auf Madeira, weit weg vom Meer, zwischen schützenden hohen Bergen, die Eindringlinge fernhalten. Diesen Ort nennt man Curral das Freiras.
Diese Gemeinde genieβt eine wirklich einzigartige Lage. Sie liegt in einem tiefen Tal, das einem gigantischen Vulkankrater ähnelt, seine Form aber der starken Erosion verdankt.
Deshalb ist sie eine der malerischsten Gemeinden der Insel.
Wegen ihrer geografischen Lage hat sie im Sommer ein sehr heißes Klima, während sich der Winter ziemlich streng zeigt.
Die Gemeinde Curral das Freiras ("Nonnenpferch") verdankt ihren Namen einem ungewöhnlichen Vorfall, der sich um 1560 abspielte, als die Gegend den Nonnen aus dem Santa Clara Kloster in Funchal als Zufluchtsort diente. Als französische lutherische Seeräuber die Insel überfielen und die Hauptstadt plünderten, flohen die Klosterfrauen und fanden in diesem versteckten Ort in den Bergen den idealen Unterschlupf. Die Beziehung der Nonnen zur Gemeinde begann aber bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts, als der Ort an João Gonçalves da Câmara verkauft wurde. Er wiederum übergab ihn dem Santa Clara Kloster, als Schenkung seiner Töchter, Elvira und Joana, die dort unterrichteten.
"Curral das Freiras ist einer der wenigen Orte, die nicht vom Meer aus sichtbar sind, und ist deshalb gut geschützt und schwer zugänglich. Bis heute gibt es für Autofahrer nur eine einzige kurvenreiche Straβe.
Die Besiedlung der Gemeinde Curral das Freiras begann erst Jahre später. Aus den Sklaven und Flüchtlingen, die hier Zuflucht fanden, wurde eine kleine Gemeinschaft, aus der nach und nach die Gemeinde entstand.
Zu Beginn der Besiedlung hieβ das heutige Curral das Freiras, Curral oder Curral da Serra, weil es als Weideland diente und nur von Hirten aufgesucht wurde.
Der Weg zum Curral das Freiras ist von einzigartiger Schönheit – von Jardim da Serra, über Boca dos Namorados und Boca da Corrida bis nach Eira do Serrado. Hier befindet sich einer der schönsten Aussichtspunkte der Insel, wo man die Schönheit der weit unten gelegenen Gemeinde genießen kann.
Trotz des guten Blicks auf die Umgebung von Curral das Freiras sollte man eine Fahrt ins Zentrum der Gemeinde hinab nicht auslassen, wo man die Kirche besichtigen und Kunsthandwerk kaufen kann.
Von hier aus kann man auch Spaziergänge unternehmen und gar bis zur 16 Km entfernten Gemeinde Boaventura wandern. Sachverständigen nach braucht man für diese Wanderung 8 bis 9 Stunden.
Die Gemeinde lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft und vom Kleinhandel, dem Gastronomie- und Hotelgewerbe.
In der Gastronomie sticht die Verwendung der Kastanie hervor, dem typischsten Erzeugnis dieser Gemeinde. Besonders berühmt ist die Kastaniensuppe.
Seit den 80er Jahren feiert man die “Festa das Castanhas”, das Kastanienfest, das immer am 1. November stattfindet. Mit diesem Fest, das als Aushängeschild von Curral das Freiras dient, soll für die Gemeinde, ihre Aktivitäten und Erzeugnisse geworben werben.
Zwei weitere Höhepunkte in der Gemeinde sind die “Semana do Turista” (Woche des Touristen) und der “Cantar dos Reis” (Sternsingen).
Curral das Freiras ist mit seinen 25,07 Km2 die gröβte Gemeinde des Kreises Câmara de Lobos.
Ihr einziges Baudenkmal ist die Kirche.
Interessant sind aber auch die jahrhundertealten Levadas, die von der Gemeinde ausgehen: die Levada dos Piornais, welche die Gemeinde São Martinho mit Wasser beliefert, die Levada do Curral e Castelejo und die Levada da Velha, die nie fertig gestellt wurde.
Wegbeschreibung
Es gibt verschiedene Wege nach Curral das Freiras. Am besten ist es aber, vor dem Madeira Carlton Hotel die Avenida Luís de Camões hochzufahren und beim Kreisverkehr dem Schild nach Ribeira Brava zu folgen. Von hier geht’s auf die wenige hundert Meter entfernte Schnellstraβe.
Auf der Schnellstraβe fährt man in Richtung Funchal - Ribeira Brava und biegt sofort rechts ab. An der Kreuzung biegt man erneut rechts ab.
Dann geht es immer geradeaus.
Weiter oben fährt man am Pico dos Barcelos vorbei. Man kann die Aussicht genießen, ohne anzuhalten.
Wenn man die Wegweiser beachtet, besonders an den zwei folgenden Kreuzungen, kommt man problemlos ans Zi








