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Caniço
Die Gemeinde mit dem Naturschutzgebiet
Die Gemeinde Caniço tut sich vor allem durch den Tourismus hervor, der von Caniço de Baixo ausging. Die Bettenzahl wuchs in einem solchen Ausmaß, dass die Gemeinde heute, nach Funchal, die zweitgrößte Hoteldichte des Archipels hat.
Diese Entwicklung wurde von einem starken Wachstum im Sektor des Wohnungsbaus begleitet, sodass die Gemeinde inzwischen zu einer Art Schlafstadt für Leute, die in der Hauptstadt arbeiten, geworden ist.
Ihren Namen schuldet die Gemeinde Caniço einer Pflanze, die hier in der Zeit der Entdeckung Madeiras üppig wuchs. Es handelt sich um eine Schilfart mit langen feinen Blättern.
Die Gemeinde Caniço liegt nahe Funchal.
Heute ist sie mit ihrer meerumspülten Hanglage eine der schönsten Gemeinden der Insel Madeira. Wegen ihrer milden Temperaturen ist sie sowohl sommers wie auch winters äusserst beliebt, sei es wegen ihres Freizeitangebots, sei es als Ort zum Ausruhen.
Zur Gemeinde Caniço gehört auch das 1986 geschaffene Naturschutzgebiet Reserva Natural Parcial do Garajau, dem einzigen ausschließlich marinen Naturschutzgebiet Portugals. Mit seinem biologischen Reichtum und dem außerordentlich klaren Wasser hat es einzigartige Bedingungen für Taucher, die hier in Hautkontakt mit Rochen und großen harmlosen Fischen kommen können.
Caniço war neben Funchal und Machico einer der am frühesten besiedelten Orte der Insel, und die ersten Siedler begannen kurz nach ihrer Ankunft, das Land zu bestellen.
Zu den bekannteren und zum Teil adligen Siedlern gehörten Álvaro de Ornelas, Lucas Salvago aus Genua, João Gavião, Gaspar de Rêgo, Vasco Martins und Afonso de Viena.
Die Gemeinde hat rund 18.000 Einwohner.
Unter ihren wirtschaftlichen Aktivitäten sticht der Anbau von Zwiebeln hervor. Früher war Caniço die Gemeinde Madeiras, die am meisten Zwiebeln produzierte.
Neben den bereits erwähnten zahlreichen Hotels gibt es in der Gemeinde auch viele gute Restaurants sowie Kleinhandel, mittelgroße Supermärkte und das große Einkaufszentrum Caniço Shopping.
Zum Klima: Die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter 17 Grad und im Sommer 23 Grad.
In den höher gelegenen Teilen der Gemeinde ist die Luftfeuchtigkeit allerdings recht hoch.
Anreise
Sowohl aus Richtung Funchal wie auch aus Santa Cruz gelangt man auf der Estrada Regional (Regionalstraße) 101 nach Caniço.
Ab Funchal folgt man der Via Rápida (Schnellstraße) in Richtung Funchal – Aeroporto (Flughafen) und verlässt diese beim Verbindungsknoten Caniço.






