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Caniçal
Fischerei und Freihandelszone
Die Gemeinde Caniçal wurde 1561 gegründet.
Ihren Name hat sie von dem Rohr ("caniços"), das in der Gegend wuchs. Diese Schilfart kam hier so gemaßt vor, dass der Ort Caniçal (Rohrhain) genannt wurde.
Wie Câmara de Lobos und Machico, ist Caniçal ein bekannter Fischerort.
Mehrere Jahrzehnte lang war Caniçal ein Walfängerdorf und hatte eine verarbeitende Fabrik. Die Gemeinde versteckt diese Vergangenheit nicht: Ein besuchenswertes Museum zeigt Erinnerungsstücke aus dieser Zeit.
Das Museu da Baleia ("Walmuseum") steht am Largo Manuel Alves, im Zentrum von Caniçal.
Als der Centro Internacional de Negócios da Madeira ("Internationales Handelszentrum von Madeira") geschaffen wurde, erhielt Caniçal mit der Zona Franca Industrial (ZFI, "Industrie-Freihandelszone") einen der emblematischen Sektoren – und den sichtbarsten. Auf einem 120 ha großen Gelände neben dem Hafen haben sich Fabriken niedergelassen, die von vorteilhaften Steuerbedingungen profitieren.
Mit der Zona Franca Industrial do Caniçal wurde eine wirtschaftlich erfolgreiche Infrastruktur geschaffen.
Die ZFI hat die Auflage, alle freien Arbeitskräfte der Gemeinde und einen guten Teil jener der Nachbargemeinden aufzunehmen.
Die Gemeinde hat somit zwei wirtschaftliche Standbeine: die Fischerei und die Freihandelszone, wo auch der künftige Handelshafen von Madeira gebaut werden soll. (Der heutige ist in Funchal.) Daneben gibt es in der Gemeinde Restaurants und den traditionellen Handel.
Caniçal besitzt einen goldenen Sandstrand Madeiras, die bei Badebegeisterten äusserst beliebte Prainha.
Die Besiedlung begann mit Vasco Moniz, der seinem erstgeborenen Sohn am 5. September 1489 das Majorat von Caniçal vermachte.
Caniçal hat außerdem eine der ältesten kleinen Pfarrkirchen der Insel, die Capela da Piedade, die auf einem Hügel steht und auf das Meer und die Prainha hinunterblickt.
Dort wird alljährlich das Volksfest der Nossa Senhora da Piedade gefeiert. Zum Fest gehört eine Prozession, bei der die Pilger in geschmückten Booten – hauptsächlich Fischerbooten -, transportiert werden.
Die Nossa Senhora da Piedade wird besonders von den Fischern von Caniçal und Machico verehrt.
Die Gemeinde hat rund 5.000 Einwohner.
Das Klima ist etwas veränderlich. Hier, im äußersten Osten der Insel, windet es auch häufig. Die Temperaturen sind aber das ganze Jahr über mild und die Luftfeuchtigkeit ist gering.
Wegbeschreibung
Von Funchal aus fährt man auf der Via Rápida (Schnellstraße) Richtung Funchal-Aeroporto-Machico. Eine andere Möglichkeit ist die alte Regionalstraße 101. In beiden Fällen den Schildern folgen. In Machico fährt man bergauf und folgt den Schildern nach Caniçal.
















